1. Die Hotellerie steht fest zum Standort Deutschland
Die Hotellerie ist eine besonders beschäftigungsintensive Branche, die 340.000 Menschen, auch weniger Qualifizierten, die Chance auf Arbeit bietet. Die Hoteliers verlagern ihre Betriebe nicht ins Ausland, sie zahlen hier ihre Steuern. Die Mehrwertsteuersenkung sichert zehntausende akut gefährdete Jobs und schaffft neue Arbeits- und Ausbildungsplätze n eine rBranche, die 2009 eine Milliarde Euro Umsatz verloren hat - und in keinem Konjunkturpaket berücksichtigt wurde.
2. Die Beherbergungsbranche in Deutschland ist nicht nur mittelständisch, sondern weitgehend kleinbetrieblich strukturiert
Zwei Drittel der Beherbergungsbetriebe bieten weniger als 20 Zimmer an. Gerade einmal vier Prozent aller Betriebe haben 100 und mehr zimmer. Von den 37.000 Hotels machen 11.000 weniger als 100.000 Euro Umsatz im Jahr. 76 Prozent der Hotels bleiben uner 500.000 Euro. Der Gewinn nach Steuern liegt in dieser Gruppe bei 81.000 Euro, bei den Pachtbetrieben nur bei 72.000 Euro. Nur knapp 1.300 Betriebe gehören zu den TOP 50 Hotelgesellschaften. Dies entspricht lediglich 3,4 Prozent aller Hotelbetriebe.
3. Die reduzierte Mehrwertsteuer ist in Europa nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall
In 21 von 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union galten bereits seit langem reduzierte Sätze für Übernachtungen. Nach Deutschland hat auch Lettland die Mehrwertsteuer für Hotels gesenkt. Alle Anrainerstaaten mit Ausnahme Dänmarks (grundlegend anderes Steuer- und Abgabensystem) wenden seit Jahren den Niedrigsteuersatz für ihre Hotels an. Entlang der deutschen Grenze waren das 2.77 km Ungleichbehandlung. Alle touristischen Mitbewerber Deutschlands gewähren ihrer Hotellerie reduzierte Mehrwertsteuersätze Schweiz (3,6 %), Österreich (10 %), Portugal (5%), Frankreich (5,5 %), Spanien (8%) oder Niederlande (6%) - um nur einige zu nennen. Die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes sorgt für die längst überfällige Steuergerechtigkeit in Europa.
4. Die Mehrwertsteuersenkung wirkt
Die Hoteliers schaffen neue Jobs (bei uns im Dragoner: 1 neue Zimmerdame in Vollzeit, 1 Jungkoch in Vollzeit, 3 Servicemitarbeiterinnen in Teilzeit), investieren in Neuanschaffungen (bei uns im Dragoner bis jetzt: neue Vorhänge, neue Tischwäsche, neue Handtücher usw.), Renovierungen, An- und Umbauten sowie in Mitarbeiterschulungen und erhöhen die Löhne. Aber auch das regionale Handwerk und die Zulieferer profitieren von der Mehrwertsteuersenkung. Ein echts Konjunkturprogramm für die Wirtschaft in Deutschland.
5. Die Wettbewerbsfähigkeit der Hotellerie im internationalen Vergleich wird duch die Investition in ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis gestärkt
Die Hotellerie ist eine internationale Branche. Die Häuser in Deutschland stehen in einem harten globalen Wettbewerb. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Politik aufgefordert, alles zu tun, um den Tourismusstandort Deutschland mit seinem enormen Beschäftigungspotenzial zu fördern.
6. Die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes im Gastgewerbe ist kein neues politisches Thema
Bereits seit den neunziger Jahren hat sich die Politik damit intensiv auseinandergesetzt. Politiker aus allen Parteien undauf allen Ebenen haben sich aus Wettbewerbsgründen und zur Förderung einer besonders arbeitsintensiven Branche für die Senkung der Merhwertsteuer für Hotellerie und Gastronomie ausgesprochen.
7. Investitionen setzen Planungssicherheit voraus
Die anhaltende öffentliche Debatte um Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung, die populistischen Äußerungen von Politikern, auch aus den Reihen der Regierungsparteien, und die Diskussion um Einführung von kommunalen Bettensteuern konterkarieren die Ziele des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes. Sie richten erheblichen wirtschaftlichen Schaden an. Investitionsbereite Hoteliers, aber auch die finanzieenden Banken sind verunsichert. Die Unternehmer haben Angst, dass es nicht bei den verbesserten Rahmenbedingungen bleibt, und stellen Investitionen zurück.
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